Samstag, 27. Februar 2010
Melbourne-Alice Springs-Ayers Rock
Wir fliegen ganz langweilig mit so einem großen Flieger als Passagiere nach Alice Springs. Dort übernehmen wir unser Mietauto für die knapp 450km ins Ayers Rock Resort. Wir erleben Wüstenwetter wie es im Buche steht: Knapp 22 Grad und Dauerregen. Halb Alice Springs ist überflutet. Durch ebendieses Wetter machen wir uns auf den eintönigen (Kurven sind im australischen Wüstenfernstraßenbau nicht vorgesehen) aber trotzdem sehr interessanten Weg durch die Wüste. Unterwegs machen wir mit wilden Kamelen und exorbitanten Spritpreisen Bekanntschaft. Es ist so kühl dass man die Klimaanlage kaum bräuchte - insgeheim freut sich der hitzeempfindliche Max. Nach der Ankunft checken wir in unser ebenfalls exorbitant teures 4-Bett-Gemeinschaftszimmer ein um erfreulicherweise bald festzustellen dass wir es für uns allein haben werden. Da wir um 5:30 zu unserer Desert Awakening Tour aufbrechen werden für alle potentiellen Beteiligten wohl angenehmer. Den Rest des Tages verbingen wir mit Essen und dem Schreiben von 5000 Postkarten (ich machs nie wieder).

Freitag, 26. Februar 2010
Phillip Island-Lilydale-Melbourne
Mit viel Wehmut besteige ich heute den Flieger - es ist unsere letzte Etappe, ein kurzer 45-Minuten-Hüpfer nach Lilydale, wo wir CJR zurückgeben müssen. Die Rückgabeformalitäten erweisen sich als relativ problemlos (ich habe nicht allzuviel kaputtgemacht) und so stehen wir bald am Bahnsteig der Lilydale Railway Station und warten auf unseren Zug nach Melbourne. Wir fahren mit Zug und Bus direkt zum Melbourne Airport in ein Flughafenhotel da wir am nächsten Tag früh nach Alice Springs fliegen wollen, dem letzten Teil unserer Reise. Am frühen Abend holt uns Lisi ab und wir fahren in die Stadt zum Abendessen mit John und Fabian. Wir essen beim Griechen, dann gehts noch auf ein Eis und im Anschluss besuchen wir einen Freund von John auf seiner Yacht im Hafen von Melbourne. Dann ist es irgendwann doch soweit und wir müssen uns schweren Herzens verabschieden - Lisi und John wollen aber im Sommer nach Europa kommen also gibt es ja vielleicht ein baldiges Wiedersehen.

Am Phillip Island Airstrip vor dem letzten Flug nach Lilydale
Landung in Lilydale
Phillip Island-Lilydale, (C) Google Maps
Landung in Lilydale
Phillip Island-Lilydale, (C) Google MapsDonnerstag, 25. Februar 2010
Cooma-Phillip Island
Heute ist es leider soweit und wir verlassen Cooma da wir am nächsten Tag bereits den Flieger in Lilydale zurückgeben müssen und vorher noch eine Nacht in Phillip Island verbingen und uns die Pinguinparade anschauen wollen.
Der Flug von Cooma nach Phillip Island ist ziemlich lang (ca. 3 Stunden) und daher planen wir eine Zwischenlandung zum Auftanken in Bairnsdale, ca. nach 2 Dritteln der Strecke.
Wir brechen früh auf und erreichen Phillip Island zu Mittag. Hier haben wir ein Auto gemietet das uns praktischerweise direkt zum Flugplatz gebracht wird. Wir fahren als erstes zu unserem Motel, das am Festland liegt, um wiedermal unser Großgepäck loszuwerden.
Den Nachmittag verbingen wir im Phillip Island Wildlife Park mit Wallaby- und Känguruhfüttern und dem Besuch einer Fur Seal Kolonie von der trotz Fernglas nicht viel zu sehen ist da sie sich auf einer kleineren Insel 1,5km vor der Küste befindet.
Abends gehts dann endlich zur lang ersehnten Pinguinparade. Nach 45min Sitzen auf einer Holztribüne in unangenehm kühlen Wetter und dem Warten auf die Dunkelheit ist es gegen 20:30 endlich soweit. Die ersten Pinguine watscheln nach vollbrachtem Fischerei-Tagwerk direkt an der Tribüne vorbei vom Strand in ihre Höhlen an Land. Man hat die Gelegenheit die Tierchen aus nächster Nähe zu beobachten (nur Filmen und Fotografieren ist verboten) und einige besonders fette Exemplare die sich für die Mauser anfressen, bei der sie an Land bleiben müssen und keine Fische fangen können, tragen zur Erheiterung bei.





Der Flug von Cooma nach Phillip Island ist ziemlich lang (ca. 3 Stunden) und daher planen wir eine Zwischenlandung zum Auftanken in Bairnsdale, ca. nach 2 Dritteln der Strecke.
Wir brechen früh auf und erreichen Phillip Island zu Mittag. Hier haben wir ein Auto gemietet das uns praktischerweise direkt zum Flugplatz gebracht wird. Wir fahren als erstes zu unserem Motel, das am Festland liegt, um wiedermal unser Großgepäck loszuwerden.
Den Nachmittag verbingen wir im Phillip Island Wildlife Park mit Wallaby- und Känguruhfüttern und dem Besuch einer Fur Seal Kolonie von der trotz Fernglas nicht viel zu sehen ist da sie sich auf einer kleineren Insel 1,5km vor der Küste befindet.
Abends gehts dann endlich zur lang ersehnten Pinguinparade. Nach 45min Sitzen auf einer Holztribüne in unangenehm kühlen Wetter und dem Warten auf die Dunkelheit ist es gegen 20:30 endlich soweit. Die ersten Pinguine watscheln nach vollbrachtem Fischerei-Tagwerk direkt an der Tribüne vorbei vom Strand in ihre Höhlen an Land. Man hat die Gelegenheit die Tierchen aus nächster Nähe zu beobachten (nur Filmen und Fotografieren ist verboten) und einige besonders fette Exemplare die sich für die Mauser anfressen, bei der sie an Land bleiben müssen und keine Fische fangen können, tragen zur Erheiterung bei.
Küste bei East Sale
Mittwoch, 24. Februar 2010
Cooma
Als wir in der Früh zum Flugplatz kommen bietet uns Michael an uns nachmittags vom Motel abzuholen und zur Farm zu bringen um die Alpacas anzuschauen. Wir nehmen dankbar an und fliegen zuerst einmal Richtung Küste zu einem kleinen Rundflug um uns die angeblich wunderschönen Strände in der Gegend von Merimbula anzusehen. Wieder so ein Flug der unglaublich viel Spaß macht, in niedriger Höhe über die atemberaubend schöne Landschaft am Meer.
Nachmittags holt uns Michael wie versprochen ab und wir fahren zur Farm. Als erstes lernen wir die sehr possierlichen und zutraulichen Alpacas kennen die vor kurzem geschoren wurden (außer am Kopf) und daher erstaunlich stylische Frisuren aufweisen können.
Danach werden wir zum Tee eingeladen und erhalten eine Führung durch Liz' und Michael's Haus und Garten. Wie so oft auf dieser Reise wünschen wir uns insgeheim länger bei diesen netten Leuten und dieser schönen Gegend bleiben zu können aber für den nächsten Tag ist die Weiterreise geplant...



Nachmittags holt uns Michael wie versprochen ab und wir fahren zur Farm. Als erstes lernen wir die sehr possierlichen und zutraulichen Alpacas kennen die vor kurzem geschoren wurden (außer am Kopf) und daher erstaunlich stylische Frisuren aufweisen können.
Danach werden wir zum Tee eingeladen und erhalten eine Führung durch Liz' und Michael's Haus und Garten. Wie so oft auf dieser Reise wünschen wir uns insgeheim länger bei diesen netten Leuten und dieser schönen Gegend bleiben zu können aber für den nächsten Tag ist die Weiterreise geplant...
Dienstag, 23. Februar 2010
Khancoban-Cooma
Erleichterung am Morgen: Das Wetter hat aufgeklart und wir können Khancoban verlassen. Wir fliegen zurück nach Cooma Polo Flat wo wir uns die nächsten 2 Tage einquartieren wollen um nicht zuletzt Liz, Michael und ihre Alpacas zu besuchen. Nach der Landung kommt uns Michael schon entgegen, das Handy in der Hand. Er erzählt uns von seinen alten Freunden Manfred und Michael die in Moruya wohnen (ca. eine halbe Flugstunde entfernt an der Küste) und uns unbedingt kennenlernen wollen. Wir sollten doch schnell wieder in den Flieger steigen und nach Moruya fliegen, sie wollen uns am Flugplatz abholen und uns zum Lunch einladen. Wir überlegen nicht lange, ich gebe einen neuen Flugplan auf und schon rollen wir wieder auf die Piste. Der Anflug auf den Flugplatz von Moruya der direkt an der Küste liegt ist wunderschön, wie wir es inzwischen ja gewöhnt sind. Als wir zur Abstellfläche rollen sehen wir zwei ältere Herren aufgeregt winken und auf einen freien Parkplatz für CJR deuten - Manfred und Michael, zwei ältere Herren wohl um die 75, wie wir später erfahren bereits seit über 40 Jahren ein Paar. Manfred ist vor ewigen Zeiten aus Deutschland in Australien eingewandert und hat in seinem Job als Ingenieur bei Snowy Mountains Hydro Michael kennengelernt.
Die beiden stellen sich wie erwartet als äußerst nett heraus und fahren uns zu ihrem beeindruckenden Haus wo sie uns Lunch servieren. Wir reden und reden und nach Kaffee und Kuchen bringen sie uns mit größeren Umwegen auf denen sie uns diverse wunderschöne Strände zeigen zum Flugplatz zurück. Wie immer versprechen wir in Kontakt zu bleiben - sie geben uns ihre Adresse damit wir das nächste Mal gefälligst bei ihnen wohnen.
Wir fliegen zurück nach Cooma wo wir Michael knapp verpassen, der zu einem Flight Safety Seminar nach Jindabyne fährt und so nehmen wir uns ein Taxi in unser Motel.


Die beiden stellen sich wie erwartet als äußerst nett heraus und fahren uns zu ihrem beeindruckenden Haus wo sie uns Lunch servieren. Wir reden und reden und nach Kaffee und Kuchen bringen sie uns mit größeren Umwegen auf denen sie uns diverse wunderschöne Strände zeigen zum Flugplatz zurück. Wie immer versprechen wir in Kontakt zu bleiben - sie geben uns ihre Adresse damit wir das nächste Mal gefälligst bei ihnen wohnen.
Wir fliegen zurück nach Cooma wo wir Michael knapp verpassen, der zu einem Flight Safety Seminar nach Jindabyne fährt und so nehmen wir uns ein Taxi in unser Motel.
Start in Moruya
Montag, 22. Februar 2010
Khancoban
Die Ereignisse dieses Tages sind schnell zusammengefasst. Nachdem Khancoban und die unmittelbare Umgebung den ganzen Tag von dichten tief aufliegenden Wolken überzogen sind ist an einen Start nicht zu denken. Wir warten noch bis zum frühen Nachmittag auf eine Verbesserung die aber nicht eintritt. Es wird also schnell klar dass wir noch eine Nacht im aufregenden Khancoban verbringen werden müssen wo es nichts zu tun gibt. Die Chefin des Motels ist wohl derselben Meinung und hat Mitleid mit uns - sie bietet uns an "zur Abwechslung" in die nächste Stadt, Corryong, mitzufahren wo sie auf der Bank etwas zu erledigen hat. In einem Mercedes mit fast 500000km machen wir uns auf den Weg, von weiteren Abenteuern können wir an diesem Tag leider nichts berichten.
Sonntag, 21. Februar 2010
Wollongong-Cooma-Khancoban
Unser heutiges Etappenziel ist Khancoban in den Snowy Mountains, eine winzige Ortschaft mit ca. 300 Einwohnern wo ich nur aus Spaß am Fliegen und dem abenteuerlichen Flugplatz in den Bergen hinfliegen (die Route führt uns am Mt Kosciuszko vorbei, dem mit ca. 2200 Meter höchsten Berg Australiens) und über Nacht bleiben will. Nachdem ich am Vortag in Wollongong schon nach einigem Hin und Her die Erlaubnis bekommen habe auf dem Airstrip, der eigentlich nur ein privater Firmenflugplatz ist, zu landen steht dem Abflug zum ersten Etappenziel Cooma nichts im Wege. In Cooma, genauer gesagt dem privaten Polo Flat Airfield das wesentlich näher zur Stadt liegt als der größere "offizielle" Flugplatz wollen wir zuerst nur auftanken und am nächsten Tag nach unserem Besuch in Khancoban auch zwecks Übernachtung zurückkehren.
Wir lernen nach der Landung die äußerst sympathischen Flugplatzbetreiber kennen, Liz und Michael. Der sehr rüstige Michael ist bereits 79 jahre alt und immer noch als Pilot und Fluglehrer in der eigenen Flugschule tätig. Seine Frau Liz ebenso und beide betreiben nebenher noch eine Farm auf der sie unter anderem einige Alpacas halten und deren Wolle verarbeiten. Wir werden prompt dorthin zu einer Tasse Tee am nächsten Tag eingeladen und unterhalten uns wiedermal prächtig. Nach dem Auftanken verabschieden wir uns Richtung Khancoban, Michael bucht uns für den nächsten Tag ein Deluxe Zimmer in einem örtlichen Motel wo wir dank eines "Pilotendiscounts" statt 120 nur 60 australische Dollar pro Nacht zahlen.
Auf dem Flug nach Khancoban könnte man sich aufgrund der hohen Berge der Snowy Mountains fast schon wie zuhause fühlen und der Anflug und die Landung am Khancoban Airstrip gestalten sich spektakulär aber problemlos.
Erst nach der Landung beginnen die Probleme als ich im örtlichen Motel anrufe, wo wir ein Zimmer gebucht haben. Angeblich ist es nur 1km entfernt also beschließen wir zu Fuß zu gehen. Ich erkundige mich nochmal am Telefon in welche Richtung wir gehen sollen (der Flugplatz ist außerhalb des winzigen Dorfes im Nirgendwo). Ich frage ob wir nach Norden gehen sollen und bekomme zur Antwort "yes just head north" und meine Feststellung dass das der Richtung weg von der Stadt entspricht wird ebenfalls bejaht.
Also marschieren wir los, bei 30 Grad im Schatten (wenns nur welchen gäbe) der Straße entlang über die Felder an zahlreichen neugierigen Kühen vorbei. Es gibt keine Anzeichen von Zivilisation außer einer Farm und der Straße und nach 20 Minuten Gehzeit rufe ich nochmals an aber bin angeblich auf dem richtigen Weg. Nach 25 Minuten gehen in der sengenden Hitze kommen uns bei einer angeblichen Entfernung von nur einem Kilometer ernsthafte Zweifel.
Ich rufe nochmals an und erfahre dass die Dame wohl "the other north" gemeint haben muss. Wir sind also 25min in die falsche Richtung gegangen, mit zwei großen Reisetaschen, einem Trolley und einem Rucksack. Zum Motel zurück brauchen wir also eine Stunde, sind aber bereits fertig mit den Nerven. Ich bitte wiederholt dass man uns jemanden schickt der uns mit dem Auto abholt aber die junge Dame meint es sei außer ihr und saufenden Kunden niemand da und sie könne nicht weg.
Als wir gerade unsere Optionen am Rande der Landstraße abwägen nähert sich aus Richtung der Stadt ein Auto und wird langsamer als es auf uns zukommt. Langsam keimt Hoffnung auf - das Auto bleibt stehen und es hat sich offensichtlich doch eine Hotelmitarbeiterin gefunden die uns abholt. Wir sind heilfroh und auch die Dame staunt nicht schlecht während wir zum Motel fahren: "wow, you've come a looong way". Wie wahr.
Vollkommen fertig checken wir im Motel ein - nie war ein Motelzimmer für mich ein so ein erfreulicher Anblick. Abends erkunden wir Khancoban - Das Ortszentrum besteht aus einigen U-förmig angeordneten Gebäuden - der Post, einem Café und einem "Supermarkt". Hier sagen sich Fuchs und Hase gute Nacht. Ohne Auto ist man hier aufgeschmissen. Wir sind also ganz erleichtert dass wir ja am nächsten Tag wieder nach Cooma fliegen wollen, nicht ahnend dass es anders kommen wird....
Khancoban airstrip - "Terminal"
Wollongong-Cooma-Khancoban Übersicht, (C) Google Maps
Wollongong-Cooma-Khancoban Detail, (C) Google Maps
Wir lernen nach der Landung die äußerst sympathischen Flugplatzbetreiber kennen, Liz und Michael. Der sehr rüstige Michael ist bereits 79 jahre alt und immer noch als Pilot und Fluglehrer in der eigenen Flugschule tätig. Seine Frau Liz ebenso und beide betreiben nebenher noch eine Farm auf der sie unter anderem einige Alpacas halten und deren Wolle verarbeiten. Wir werden prompt dorthin zu einer Tasse Tee am nächsten Tag eingeladen und unterhalten uns wiedermal prächtig. Nach dem Auftanken verabschieden wir uns Richtung Khancoban, Michael bucht uns für den nächsten Tag ein Deluxe Zimmer in einem örtlichen Motel wo wir dank eines "Pilotendiscounts" statt 120 nur 60 australische Dollar pro Nacht zahlen.
Auf dem Flug nach Khancoban könnte man sich aufgrund der hohen Berge der Snowy Mountains fast schon wie zuhause fühlen und der Anflug und die Landung am Khancoban Airstrip gestalten sich spektakulär aber problemlos.
Erst nach der Landung beginnen die Probleme als ich im örtlichen Motel anrufe, wo wir ein Zimmer gebucht haben. Angeblich ist es nur 1km entfernt also beschließen wir zu Fuß zu gehen. Ich erkundige mich nochmal am Telefon in welche Richtung wir gehen sollen (der Flugplatz ist außerhalb des winzigen Dorfes im Nirgendwo). Ich frage ob wir nach Norden gehen sollen und bekomme zur Antwort "yes just head north" und meine Feststellung dass das der Richtung weg von der Stadt entspricht wird ebenfalls bejaht.
Also marschieren wir los, bei 30 Grad im Schatten (wenns nur welchen gäbe) der Straße entlang über die Felder an zahlreichen neugierigen Kühen vorbei. Es gibt keine Anzeichen von Zivilisation außer einer Farm und der Straße und nach 20 Minuten Gehzeit rufe ich nochmals an aber bin angeblich auf dem richtigen Weg. Nach 25 Minuten gehen in der sengenden Hitze kommen uns bei einer angeblichen Entfernung von nur einem Kilometer ernsthafte Zweifel.
Ich rufe nochmals an und erfahre dass die Dame wohl "the other north" gemeint haben muss. Wir sind also 25min in die falsche Richtung gegangen, mit zwei großen Reisetaschen, einem Trolley und einem Rucksack. Zum Motel zurück brauchen wir also eine Stunde, sind aber bereits fertig mit den Nerven. Ich bitte wiederholt dass man uns jemanden schickt der uns mit dem Auto abholt aber die junge Dame meint es sei außer ihr und saufenden Kunden niemand da und sie könne nicht weg.
Als wir gerade unsere Optionen am Rande der Landstraße abwägen nähert sich aus Richtung der Stadt ein Auto und wird langsamer als es auf uns zukommt. Langsam keimt Hoffnung auf - das Auto bleibt stehen und es hat sich offensichtlich doch eine Hotelmitarbeiterin gefunden die uns abholt. Wir sind heilfroh und auch die Dame staunt nicht schlecht während wir zum Motel fahren: "wow, you've come a looong way". Wie wahr.
Vollkommen fertig checken wir im Motel ein - nie war ein Motelzimmer für mich ein so ein erfreulicher Anblick. Abends erkunden wir Khancoban - Das Ortszentrum besteht aus einigen U-förmig angeordneten Gebäuden - der Post, einem Café und einem "Supermarkt". Hier sagen sich Fuchs und Hase gute Nacht. Ohne Auto ist man hier aufgeschmissen. Wir sind also ganz erleichtert dass wir ja am nächsten Tag wieder nach Cooma fliegen wollen, nicht ahnend dass es anders kommen wird....
Wollongong-Cooma-Khancoban Übersicht, (C) Google Maps
Wollongong-Cooma-Khancoban Detail, (C) Google MapsSamstag, 20. Februar 2010
Cessnock-Wollongong
Abermals besteigen wir einen Bus, diesmal nach Cessnock, um unsere geliebte VH-CJR abzuholen die schon eine Woche allein dort ausharrt und um endlich unsere Fliegerreise fortzusetzen. Tagesziel ist Wollongong, das aber zugunsten der Attraktionen auf der Strecke deutlich in den Hintergrund gerät. Unsere Route soll uns nämlich an der Küste entlang direkt an Sydney vorbei führen wo wir einen sogenannten "Harbour Scenic" fliegen wollen, nämlich eine Sightseeingstrecke für kleine Flieger die direkt über den Sydney Harbour führt.
Zum ersten Mal ist es also an der Zeit unsere Schwimmwesten bereitzumachen da die Strecke fast ausschließlich in niedriger Höhe über Wasser führt. Als wir in Long Reef ankommen, dem Ausgangspunkt der Sightseeingstrecke erwartet uns wenig überraschend dichter Verkehr an anderen kleinen Fliegern. Da die Route sehr nahe am Sydney International Airport vorbeiführt und damit im kontrollierten Luftraum verläuft melden wir uns beim Controller für eine Freigabe.
Aufgrund des allgemein starken Verkehrs müssen wir etwa 10 Minuten Warteschleifen über Long Reef drehen und es wird absehbar das wir unsere bevorzugte Route, den "Harbour Scenic 1" der direkt über Harbour Bridge und Oper führt nicht bekommen werden als der Controller fragt: "Are you familiar with Harbour Scenic 2, just in case?". Nachdem ich so ziemlich alle Unterlagen über diese Flüge ca. 100Mal durchgelesen habe und die Verfahren kenne bejahe ich. Dieser Harbour Scenic 2 führt nicht genau zum Harbour sondern etwas nördlich davon zu einem Business District. Hier hat man auch einen ganz guten Blick auf den Harbour aber ganz so nahe dran ist man nicht. Es kommt wie ich erwartet habe und kurz vor Einsetzen des Drehwurms heißt es plötzlich "CJR, cleared Harbour Scenic 2". Wir fliegen also die vorgeschriebene Route ab und bekommen dabei atemberaubende Ausblicke auf Sydney. Nach dem Harbour Scenic fädeln wir in die Victor 1 - Route ein die uns entlang der Küste in nur 500 Fuss unter dem Anflugverkehr von Sydney International durch an Sydneys Stränden vorbei Richtung Wollongong führt. Zusammenfassend kann man nur von einem fliegerischen Erlebnis der Extraklasse sprechen mit Ausblicken die wohl kaum ein "normaler" Australientourist zu Gesicht bekommt.
Nach der Landung in Wollongong schleppen wir unsere Reisetaschen 15 Minuten lang ins nächstgelegene Motel. Der Flugplatz befinden sich nicht direkt in Wollongong sondern dem "Vorort" Albion Park Rail, wo es zwar wie zu vermuten ist einen Bahnhof gibt aber nur mehr einen Zug nach Wollongong an diesem Tag bei dem wir eine halbe Stunde später wieder zurück fahren müsssten. Wir machen also noch einen kleinen Spaziergang durch Albion Park und verbringen aufgrund fehlender Attraktionen einen ruhigen Abend im The Oaks Motel.
Zum ersten Mal ist es also an der Zeit unsere Schwimmwesten bereitzumachen da die Strecke fast ausschließlich in niedriger Höhe über Wasser führt. Als wir in Long Reef ankommen, dem Ausgangspunkt der Sightseeingstrecke erwartet uns wenig überraschend dichter Verkehr an anderen kleinen Fliegern. Da die Route sehr nahe am Sydney International Airport vorbeiführt und damit im kontrollierten Luftraum verläuft melden wir uns beim Controller für eine Freigabe.
Aufgrund des allgemein starken Verkehrs müssen wir etwa 10 Minuten Warteschleifen über Long Reef drehen und es wird absehbar das wir unsere bevorzugte Route, den "Harbour Scenic 1" der direkt über Harbour Bridge und Oper führt nicht bekommen werden als der Controller fragt: "Are you familiar with Harbour Scenic 2, just in case?". Nachdem ich so ziemlich alle Unterlagen über diese Flüge ca. 100Mal durchgelesen habe und die Verfahren kenne bejahe ich. Dieser Harbour Scenic 2 führt nicht genau zum Harbour sondern etwas nördlich davon zu einem Business District. Hier hat man auch einen ganz guten Blick auf den Harbour aber ganz so nahe dran ist man nicht. Es kommt wie ich erwartet habe und kurz vor Einsetzen des Drehwurms heißt es plötzlich "CJR, cleared Harbour Scenic 2". Wir fliegen also die vorgeschriebene Route ab und bekommen dabei atemberaubende Ausblicke auf Sydney. Nach dem Harbour Scenic fädeln wir in die Victor 1 - Route ein die uns entlang der Küste in nur 500 Fuss unter dem Anflugverkehr von Sydney International durch an Sydneys Stränden vorbei Richtung Wollongong führt. Zusammenfassend kann man nur von einem fliegerischen Erlebnis der Extraklasse sprechen mit Ausblicken die wohl kaum ein "normaler" Australientourist zu Gesicht bekommt.
Nach der Landung in Wollongong schleppen wir unsere Reisetaschen 15 Minuten lang ins nächstgelegene Motel. Der Flugplatz befinden sich nicht direkt in Wollongong sondern dem "Vorort" Albion Park Rail, wo es zwar wie zu vermuten ist einen Bahnhof gibt aber nur mehr einen Zug nach Wollongong an diesem Tag bei dem wir eine halbe Stunde später wieder zurück fahren müsssten. Wir machen also noch einen kleinen Spaziergang durch Albion Park und verbringen aufgrund fehlender Attraktionen einen ruhigen Abend im The Oaks Motel.
Freitag, 19. Februar 2010
Nelson Bay, Port Stephens
Mit dem Bus fahren wir von Newcastle nach Nelson Bay wo unser Dolphin-Watching Boot auf uns wartet. Wenig überraschend treffen wir auf eine Crew von zwei äußerst entspannten Australiern (gibt's noch andere?) die uns bei erstaunlich kühlem Wetter zu den besten Delphin-Spots bringen.
Leider sind die Viecherln meistens nur sehr kurz zu sehen was die Fotoquote von ca. 2/100 erklärt (Verhältnis Delphin drauf zu Fotos ingesamt). Wir erhalten dafür aber eine spektakuläre Fotoserie von Wasser mit nix drin in der Nelson Bay. Es wird dafür beizeiten einen eigenen Blog geben.
Nach zwei Stunden tuckern wir wieder in den Hafen von Nelson Bay und fahren nach Newcastle für eine weitere Übernachtung zurück.
Leider sind die Viecherln meistens nur sehr kurz zu sehen was die Fotoquote von ca. 2/100 erklärt (Verhältnis Delphin drauf zu Fotos ingesamt). Wir erhalten dafür aber eine spektakuläre Fotoserie von Wasser mit nix drin in der Nelson Bay. Es wird dafür beizeiten einen eigenen Blog geben.
Nach zwei Stunden tuckern wir wieder in den Hafen von Nelson Bay und fahren nach Newcastle für eine weitere Übernachtung zurück.
Donnerstag, 18. Februar 2010
Townsville-Sydney
Mit einem Linienflug kommen wir wieder in Sydney an wo wir als erstes eine Unterkunft organisieren wollen. Dabei werden wir Opfer des nächsten Events - AC/DC Tourstart. Kein Zimmer unter 600 Dollar in ganz Sydney zu bekommen - schlagartig wird uns klar wieso wir soviele Menschen in AC/DC T-Shirts auf der Straße sehen. Wir beschließen daher noch am selben Tag wieder in Richtung Cessnock aufzubrechen, wo ja seit ca. einer Woche unser Flieger auf uns wartet. Die Zeit bis zur Abfahrt unseres Zugs verbringen wir mit noch einem Blitzstadtbummel durch Sydney. Wir entscheiden uns für eine Übernachtung in Newcastle in der Nähe von Cessnock um am nächsten Tag nach Port Stephens zum Dolphin Watching fahren zu können.




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